Prävention
und Sicherheit

Wie können wir Ihnen helfen?

Betrugsprävention

Softwareinstallation: Überlassen Sie die Kontrolle über Ihr Gerät nicht Fremden

AnyDesk, TeamViewer und andere ähnliche Lösungen sind legitime Tools für den Fernzugriff, werden jedoch häufig von Betrügern und Kriminellen missbraucht, um sich unbefugten Zugriff auf die Geräte ihrer Opfer (Computer, Laptop, Telefon) zu verschaffen.

Bei diesem Betrugsszenario handelt es sich in der Regel um einen Social-Engineering-Betrug, bei dem ein Angreifer das Opfer dazu manipuliert, ihm die Fernsteuerung seines Computers zu überlassen.

President-Betrug: nicht blind gehorchen!

CEO-Betrug ist in der Praxis das Vorgehen eines Betrügers, der versucht, sich als Mitglied der Geschäftsleitung, als Manager oder als strategischer Partner auszugeben, indem er ein Gefühl der Dringlichkeit, psychologischen Druck, Vertraulichkeit und vor allem eine vermeintliche Autoritätsposition ausnutzt, um eine betrügerische Zahlung, eine Änderung der IBAN oder Zugriff auf sensible Informationen zu erlangen.

Online-Einkäufe, schützen Sie sich vor Betrug.

Sichern Sie Ihre Karten:

  • Speichern Sie niemals Ihre Bankdaten auf kommerziellen Webseiten.
  • Geben Sie im Geschäft Ihre Codes diskret ein und vermeiden Sie Ablenkungen.
  • Halten Sie Ihren Code von Ihrer Karte getrennt.

Achten Sie auf Online-Betrügereien:

  • Meiden Sie Angebote, die zu schön sind, um wahr zu sein!
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Bewertungen anderer Nutzer zu überprüfen.
  • Handeln Sie mit Vorsicht: Wenn ein Angebot dringend erscheint, handelt es sich oft um einen Betrug.
  • Überprüfen Sie, ob die Händlerseite die offizielle Webseite der Marke ist und kein Nachahmer.

Bleiben Sie wachsam und tätigen Sie sichere Einkäufe!

BILnet-Sicherheit: Nicht über Google zugreifen

Verwenden Sie nicht mehr Google (oder eine andere Suchmaschine) für BILnet: Die von den Suchmaschinen angezeigten Ergebnisse können Sie auf eine betrügerische Website weiterleiten, die Sie in eine Falle locken soll.

Zu Ihrer Sicherheit:

  • Verwenden Sie vorzugsweise Ihre BILnet-App, die gesichert ist.

  • Oder geben Sie die Adresse https://www.bil.com direkt in die Adressleiste des Browsers ein.

  • Oder speichern Sie die Adresse https://www.bil.com/BILnet/ in Ihren Favoriten.

Überprüfen Sie immer, ob die Verbindung sicher und die Ziel-URL korrekt ist.

Phishing“-Versuche („Fischen“ nach persönlichen Daten) und „Vishing(Phishing-Anrufe per Telefon) mit „Spoofing(Identitätsdiebstahl)!

Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter der BIL oder legitimer Einrichtungen aus (und verwenden dabei widerrechtlich die Telefonnummer der Bank oder der Einrichtung), um an Ihre Daten / Zugangsdaten zu gelangen und diese zu Betrugszwecken zu missbrauchen.

Bitte beachten Sie, dass die BIL Sie niemals nach Ihren Daten / Zugangsdaten fragen wird.

Ein Mitarbeiter der BIL wird niemals einen Kurier damit beauftragen, bei Ihnen zu Hause Bankkarten abzuholen.

Seien Sie vorsichtig bei Einkäufen im Internet!

Seien Sie bei verlockenden Angeboten im Internet doppelt wachsam. Nehmen Sie sich die Zeit, sich über den Verkäufer zu informieren und lesen Sie die Bewertungen, bevor Sie eine Zahlung tätigen.

Überwachen Sie Ihre Lastschriften – stoppen Sie verdächtige Abbuchungen

Ein kurzer Blick auf Ihre Lastschriften kann Ihnen viel Ärger ersparen.

Betrügerische automatische Abbuchungen können manchmal hinzugefügt werden, ohne dass Sie es bemerken. Um die Kontrolle über Ihre Zahlungen zu behalten, empfehlen wir, Ihre SEPA-Lastschriften regelmäßig zu überprüfen.

Wie?

Melden Sie sich bei BILnet an und klicken Sie auf dem Startbildschirm auf „Lastschriften“.
Dort können Sie:

  • Die Liste der aktiven Mandate einsehen
  • Ein Mandat sperren, wenn Sie keine Abbuchungen eines bestimmten Unternehmens mehr wünschen
  • Eine Rückerstattung für eine nicht autorisierte oder strittige Abbuchung beantragen

Eine kurze Kontrolle sorgt für dauerhafte Sicherheit.

Mit dem richtigen Verhalten haben Betrüger keine Chance!

Im digitalen Zeitalter sind der Kreativität von Betrügern kaum noch Grenzen gesetzt.

Sie reicht von falschen Online-Gewinnspielen bis hin zu Phishing-Angriffen. Die Betrüger nutzen hierbei alle Kommunikationswege, vom Telefon, über die Post, E-Mail bis hin zum Internet.

Ihre Betrugsmaschen entwickeln sich ständig weiter und werden immer raffinierter. Wir setzen zwar alles daran, eine optimale Sicherheit zu gewährleisten, für einen guten Schutz sollten Sie sich jedoch unbedingt die richtigen Verhaltensweisen angewöhnen.

Zu beachten

Die BIL wird   NIEMALS  
per SMS, E-Mail oder Telefon:

Profile

Nach Ihren Zugangsdaten und Passwörtern für LuxTrust (in BILnet verwendet) fragen.

Profile

Die Nummer oder PIN Ihrer Bankkarten verlangen.

Profile

Sie dazu auffordern, eine angebliche „Stornierung“ betrügerischer Transaktionen zu bestätigen.

Profile

Die BIL wird niemals einen Kurier schicken, damit er Ihre Karten und Geheimzahlen abholt.

8 nützliche  Tipps  zum Schutz vor Betrug

1

Achtung vor falschen Anrufen, die von der BIL zu kommen scheinen!

  • Betrüger können unsere Nummer imitieren, um sensible Daten von Ihnen zu stehlen.

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie am Telefon nach vertraulichen Informationen gefragt werden (Passwort, Zugangsdaten, Kartendaten usw.).

  • Legen Sie auf und versuchen Sie, Ihren Gesprächspartner auf seiner offiziellen Nummer zurückzurufen.

2

Klicken Sie nicht auf einen verdächtigen Hyperlink, den Sie per SMS oder E-Mail erhalten haben!

Achtung auch vor QR-Codes. Diese könnten Sie auf eine gefälschte Seite leiten, um so an Ihre Zugangsdaten und/oder Passwörter zu gelangen.

  • Überprüfen Sie stets den Absender und erlauben Sie nicht das Herunterladen von Dateien.

  • Klicken Sie niemals auf Hyperlinks oder QR-Codes, die Sie per SMS oder E-Mail erhalten haben. Laden Sie auch keine Anhänge herunter.

3

Geben Sie niemals Ihre Zugangsdaten oder Geheimzahlen weiter!

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Zugangsdaten und Geheimzahlen sicher und vertraulich sind.

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Zugangsdaten nicht offen zugänglich sind. Weder Ihre LuxTrust- oder BILnet-Codes oder die Codes Ihrer Karten.

  • Geben Sie Ihre personenbezogenen Daten niemals an Dritte weiter. Die Bank wird Sie niemals auffordern, diese Informationen preiszugeben!

4

Laden Sie Software niemals mit Remote-Zugriff herunter!

Gestatten Sie niemals die Ferninstallation von Software auf Ihrem Computer oder Mobiltelefon, wenn Sie hierzu von einer fremden Person aufgefordert werden (Beispiel: Betrug über gefälschten EDV-Support).

5

Seien Sie misstrauisch, wenn man Sie auffordert, eine Überweisung an einen neuen Empfänger zu tätigen!

  • Nehmen Sie sich Zeit, um bei einer Überweisung ein paar Dinge zu prüfen.

  • Vergewissern Sie sich, dass das Land und das Empfängerkonto auf der Rechnung oder des Empfängers glaubhaft sind (z. B. indem Sie sicherstellen, dass der Sitz der Unternehmensbank sich im selben Land befindet wie das Unternehmen selbst). Zögern Sie nicht, den Empfänger des Rechnungsbetrags (über seine offizielle Telefonnummer) zu kontaktieren, um sich zu vergewissern, dass das Empfängerkonto richtig ist (insbesondere, wenn Sie vor Kurzem eine Mitteilung erhalten haben, in der eine Änderung des Empfängerkontos angekündigt wurde).

  • Seien Sie vorsichtig!

6

Seien Sie misstrauisch, wenn Sie gedrängt werden, schnell zu reagieren.

Dies ist eine von vielen Taktiken, die Betrüger verwenden, um ihr Ziel zu erreichen.

7

Vor dem Geldautomaten: Decken Sie Ihre PIN-Eingabe ab und lassen Sie sich nicht ablenken.

Wie schützt man sich vor Bankautomaten-Betrug?

  • Geben Sie Ihre PIN niemals weiter – sie ist streng vertraulich.

  • Decken Sie Ihre PIN-Eingabe mit der Hand ab.

  • Lassen Sie sich nicht ablenken – bleiben Sie konzentriert.

  • Wenn Ihre Karte eingezogen wird, sperren Sie sie sofort unter (+352) 49 10 10 oder über BILnet.

8

Überwachen Sie Ihre Lastschriften – stoppen Sie verdächtige Abbuchungen

Ein kurzer Blick auf Ihre Lastschriften kann Ihnen viel Ärger ersparen.

Betrügerische automatische Abbuchungen können manchmal hinzugefügt werden, ohne dass Sie es bemerken. Um die Kontrolle über Ihre Zahlungen zu behalten, empfehlen wir, Ihre SEPA-Lastschriften regelmäßig zu überprüfen.

Wie?

Melden Sie sich bei BILnet an und klicken Sie auf dem Startbildschirm auf „Lastschriften“.
Dort können Sie:

  • Die Liste der aktiven Mandate einsehen

  • Ein Mandat sperren, wenn Sie keine Abbuchungen eines bestimmten Unternehmens mehr wünschen

  • Eine Rückerstattung für eine nicht autorisierte oder strittige Abbuchung beantragen

Eine kurze Kontrolle sorgt für dauerhafte Sicherheit.

Die verschiedenen  Betrugsformen

01

Per Telefonanruf - Vishing

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Vishing (Phishing per Telefon) zielt darauf ab, durch Telefonanruf personenbezogene Daten zu stehlen.

  • Sie erhalten einen Anruf von einem angeblichen BIL-Mitarbeiter, der Ihnen mitteilt, dass ein Betrug aufgedeckt wurde.

  • Diese Person bittet Sie um Ihre Unterstützung, um eine Anwendung zu installieren, mit der er Ihren Computer fernsteuern kann, um das (angebliche) Problem zu lösen oder um eine angebliche „Stornierung“ betrügerischer Transaktionen zu bestätigen.

02

Per SMS oder E-Mail - Smishing & Phishing

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Phishing („Fischen“ nach persönlichen Daten per E-Mail) zielt darauf ab, durch den Versand einer E-Mail oder SMS (Smishing) personenbezogene Daten zu stehlen.

  • Der Betrüger schickt Ihnen eine Mitteilung und gibt sich als vertrauenswürdige Organisation aus, wie z. B. als Bank, Telefonanbieter, Sozialversicherungsstelle oder Postdienst.

  • In dieser Mitteilung werden Sie aufgefordert, auf einen Link zu klicken, der Sie auf eine gefälschte Website (die der Originalseite ähnlich ist) weiterleitet, wo Sie Ihre Daten angeben sollen.

03

Per QR-Code - Quishing

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Beim Quishing oder Phishing mit QR-Code benutzen Betrüger QR-Codes, um die Opfer auf schädliche Websites umzuleiten, sie aufzufordern, schädliche Inhalte herunterzuladen oder sie auf eine gefälschte Seite umzuleiten, um an Zugangsdaten oder Passwörter zu gelangen.

04

Per Bankkarte

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Sperren Sie kompromittierte Karten im Betrugsfall sofort, entweder direkt über Ihre BILnet-App (sehen Sie sich unser Tutorial zur Sperrung von Karten an) oder über Worldline unter der Telefonnummer (+352) 49 10 10.

Melden Sie betrügerische Handlungen umgehend und möglichst detailliert direkt bei Worldline unter der Telefonnummer (+352) 49 10 10.

05

Per Überweisung

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Beim Überweisungsbetrug (oder Betrug durch gefälschte Lieferantenrechnung) wird das Opfer getäuscht, indem der Betrüger sich als Gläubiger (etwa Lieferant, Notar, Anwalt, Eigentümer usw.) ausgibt.

  • So versucht der Betrüger eine Überweisung auf ein von ihm kontrolliertes Konto umzulenken.

  • Prüfen Sie, ob es anstehende Transaktionen gibt, die nicht von Ihnen beauftragt wurden, sowie Ihre Daueraufträge oder die Liste Ihrer Empfänger, um sicherzustellen, dass nichts unbemerkt erstellt wurde.

  • Im Zweifelsfall sperren Sie Ihr LuxTrust-Zertifikat, entweder direkt über LuxTrust oder bei Ihrer Bank. Sie können es vorübergehend aussetzen oder endgültig sperren.

06

Durch Anlage

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Beim Anlagebetrug wird eine Geldanlage angeboten, die äußerst lukrative Renditen verspricht. Sie werden mit Werbung in sozialen Netzwerken oder per E-Mail geködert und gelangen dann auf kommerzielle Websites, die echt und professionell aussehen, aber gefälscht sind. Dabei kann es sich beispielsweise um Handelsplattformen für Kryptowährungen oder auch Trading-Seiten handeln.

Hüten Sie sich vor Angeboten, die zu schön erscheinen, um wahr zu sein – denn sie sind es wahrscheinlich auch nicht!

07

Identitätsdiebstahl per Telefon - Spoofing

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Telefonisches Spoofing: bei dieser Betrugsmasche wird die echte Telefonnummer eines bekannten Instituts (z. B. der BIL) angezeigt.

Das Ziel besteht darin, die echte Nummer des Betrügers zu verbergen und das Vertrauen der angerufenen Person zu wecken. Der Kunde glaubt, dass er die Nummer seiner Bank (die tatsächlich identisch ist!) oder der bekannten Einrichtung wiedererkennt, und fühlt sich daher sicher.

08

Webseiten, die BIL-Plattformen nachahmen (bil.com, BILnet)

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Verwenden Sie nicht mehr Google (oder eine andere Suchmaschine) für BILnet: Die von den Suchmaschinen angezeigten Ergebnisse können Sie auf eine betrügerische Website weiterleiten, die Sie in eine Falle locken soll.

Zu Ihrer Sicherheit:

  • Verwenden Sie vorzugsweise Ihre BILnet-App, die gesichert ist.

  • Oder geben Sie die Adresse https://www.bil.com direkt in die Adressleiste des Browsers ein.

  • Oder speichern Sie die Adresse https://www.bil.com/BILnet/ in Ihren Favoriten.

Überprüfen Sie immer, ob die Verbindung sicher und die Ziel-URL korrekt ist.

09

Trickdiebstahl am Geldautomat

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„Collet Marseillais“ oder „Card Trapping“:

Betrüger blockieren Ihre Karte im Automaten mit einem manipulierten Gerät. Während Sie versuchen, Ihre Karte zurückzubekommen, beobachten sie Ihre PIN-Eingabe. Sobald Sie gehen, entnehmen sie die Karte und verwenden sie mit dem PIN für betrügerische Transaktionen.

„Cash Trapping“ oder „Geldfallen“:

Ein Gerät wird in den Geldausgabeschlitz eingesetzt, das die Scheine zurückhält. Sie denken, der Automat hat kein Geld ausgegeben, gehen weg – und die Betrüger holen sich das Geld.

Ablenkungsbetrug:

Während Sie Ihre PIN eingeben, späht ein Betrüger über Ihre Schulter. Dann lenkt er Sie ab (z. B. durch eine Frage oder indem er etwas fallen lässt), stiehlt Ihre Karte und verschwindet.

10

Malware auf Multiline

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Betrüger können versuchen, über schädliche E-Mails oder Links Malware auf Ihrem Computer zu installieren. Einmal installiert, können diese Spionageprogramme Ihre Zugangsdaten, Passwörter und Signaturcodes stehlen.

So schützen Sie sich:

  • Lassen Sie Ihre Smartcard niemals mit dem Computer verbunden!

  • Verwenden Sie die doppelte Signatur zur Validierung von Transaktionen auf Multiline.

  • Bevorzugen Sie LuxTrust Scan, wenn eine doppelte Signatur nicht möglich ist.

  • Installieren Sie IBM Trusteer, um die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes zu erhöhen.

  • Greifen Sie nur über www.multiline.lu auf Multiline zu – niemals über eine Suchmaschine.

  • Öffnen Sie niemals verdächtige E-Mail-Anhänge.

Alle Empfehlungen finden Sie multiline.lu/de/sicherheitsempfehlungen/

Hinweis: Weder BIL noch Multiline werden Sie jemals per E-Mail oder Telefon nach Ihren Zugangsdaten fragen.

11

Softwareinstallation

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AnyDesk, TeamViewer und andere ähnliche Lösungen sind legitime Tools für den Fernzugriff, werden jedoch häufig von Betrügern und Kriminellen missbraucht, um sich unbefugten Zugriff auf die Geräte ihrer Opfer (Computer, Laptop, Telefon) zu verschaffen.

Bei diesem Betrugsszenario handelt es sich in der Regel um einen Social-Engineering-Betrug, bei dem ein Angreifer das Opfer dazu manipuliert, ihm die Fernsteuerung seines Computers zu überlassen.

Ablauf des Betrugs Schritt für Schritt

  1. Der Köder (Cold Call): Das Opfer erhält einen unaufgeforderten Telefonanruf, eine E-Mail oder ein Pop-up-Fenster von einer Person, die vorgibt, zu einer bekannten Organisation zu gehören (zum Beispiel Microsoft, einer Bank oder einem Internetanbieter). Der Betrüger behauptet, das Gerät des Opfers sei gehackt worden oder es stehe eine unerwartete Rückerstattung an.

  2. Die Manipulation: Der Betrüger erzeugt ein Gefühl der Dringlichkeit und fordert das Opfer auf, ein Fernzugriffs-Tool wie TeamViewer oder AnyDesk herunterzuladen und zu installieren, um „das Problem zu lösen“ oder „die Rückerstattung zu bearbeiten“.

  3. Die Verbindung: Das Opfer wird dazu gebracht, seine TeamViewer- oder AnyDesk-ID sowie das temporäre Sitzungspasswort weiterzugeben und gewährt dem Betrüger so vollständigen Zugriff auf sein Gerät.

  4. Die Durchführung des Betrugs: Sobald er verbunden ist, fordert der Betrüger das Opfer auf, sich in sein Online-Banking einzuloggen, verdunkelt vorübergehend den Bildschirm und führt dann heimlich Geldtransfers durch oder ändert die Begünstigten.

Wie können Sie sich schützen?

  • Geben Sie niemals Unbekannten Zugriff auf Ihr Gerät: Ein technischer Support oder eine Bank wird Sie niemals unaufgefordert kontaktieren, um Fernzugriff auf Ihren Computer oder Ihr Telefon zu verlangen.

  • Geben Sie niemals Ihre Zugangsdaten weiter: Teilen Sie Ihre TeamViewer- oder AnyDesk-ID und Ihr Passwort niemals mit Personen, die Sie nicht persönlich kennen und denen Sie nicht vertrauen.

  • Überprüfen Sie die Quelle: Wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten, legen Sie auf und überprüfen Sie selbst die offiziellen Kontaktdaten des Unternehmens, bevor Sie zurückrufen.

Was tun, wenn es Ihnen passiert?

  • Loggen Sie sich sofort aus: Beenden Sie das Gespräch und schliessen Sie die Anwendung AnyDesk oder TeamViewer. Unterbrechen Sie im Zweifelsfall die Internetverbindung Ihres Geräts.

  • Kontaktieren Sie Ihre Bank: Informieren Sie umgehend Ihre Bank, wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Finanzdaten kompromittiert wurden.

  • Deinstallieren Sie die Anwendung: Entfernen Sie AnyDesk oder TeamViewer von Ihrem Gerät und führen Sie einen vollständigen Virenscan mit einer integrierten oder vertrauenswürdigen Software durch.

  • Ändern Sie Ihre Passwörter: Ändern Sie die Passwörter aller sensiblen Konten (E-Mail, Bank, soziale Netzwerke) von einem anderen, sicheren Gerät aus.

  • Melden Sie den Vorfall: Reichen Sie bei Ihrer örtlichen Polizei eine Anzeige ein.

12

President-Betrug

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Freitag um 18 Uhr erhalten Sie eine Nachricht von Ihrem Finanzleiter: „Ich habe eine dringende Angelegenheit für Sie, weil Sie hier meine Vertrauensperson sind. Können Sie diese Zahlung für eine Beratungsrechnung freigeben? Diese Zahlung muss heute Abend unbedingt ausgeführt werden!“

Die betreffende Zahlung beläuft sich auf einen Betrag von 150.000 EUR nach Panama.

Sie haben die Zahlung unter Druck ausgeführt, aber zu spät erkannt, dass es sich um einen Betrug handelte und dass das E-Mail-Konto Ihres Finanzleiters gehackt worden war. Sie sind Opfer eines President-Betrugs geworden…

President-Betrugs ist im Wesentlichen das Vorgehen eines Betrügers, der versucht, sich als Mitglied der Geschäftsleitung, als Manager oder als strategischer Partner auszugeben, indem er Dringlichkeit, psychologischen Druck, Vertraulichkeit und insbesondere eine vermeintliche Autorität nutzt, um eine betrügerische Zahlung, eine Änderung der IBAN oder Zugang zu sensiblen Informationen zu erlangen.

Betrüger verwenden häufig das gleiche Vorgehen: Sie beginnen mit einem Identitätsdiebstahl durch das Hacken eines Kommunikationskanals (E-Mail, Telefon, WhatsApp, LinkedIn), üben anschliessend psychologischen Druck aus, indem sie auf Vertraulichkeit bestehen, und folgen dann mit einer ungewöhnlichen Zahlungsanfrage oder einer Änderung der IBAN.

Mehrere Anzeichen sollten Sie sofort alarmieren:

  • eine dringende und ungewöhnliche Anfrage eines leitenden Angestellten,

  • eine absolute Forderung nach Vertraulichkeit,

  • eine Zahlung an einen neuen Begünstigten oder in ein Hochrisikoland,

  • eine Nachricht ausserhalb der üblichen Zeiten, eine leicht veränderte E-Mail-Adresse oder die Aufforderung, das übliche Verfahren nicht einzuhalten. Diese Elemente weisen häufig auf einen Betrugsversuch hin und sollten zu einer sofortigen Überprüfung führen.

Diese Elemente weisen häufig auf einen Betrugsversuch hin und sollten zu einer sofortigen Überprüfung führen.

Wenn eines dieser Anzeichen auftritt, nehmen Sie sich die Zeit, die Echtheit der Anweisung zu überprüfen, denn Zweifel sind erlaubt (z.B. durch Rückruf zur Bestätigung der Anweisung).

Sie glauben, dass Sie einem Betrug zum Opfer gefallen sind?

Montag bis Freitag • 8.30 bis 18.00 Uhr

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