Alerte phishinghttps://www.bil.com/de/Lists/BILInternetAlerts/DispForm.aspx?ID=7Alerte phishingAchtung Betrugsversuch<br><a href="/static/BILnet/phishing/index-de.html">Mehr darüber</a>7

/PublishingImages/site-groupebil/visual-SFDR.jpg

Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR)

Rahmenwerk für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren

Die Verordnung (EU) 2019/2088 über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor, die sogenannte Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR), verpflichtet Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater in der EU, Informationen über die Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und die Berücksichtigung nachteiliger Auswirkungen auf Nachhaltigkeit in ihren Prozessen offenzulegen.

Die SFDR ist ein wichtiges Element des Aktionsplans für nachhaltige Finanzen der Europäischen Kommission. Mit dieser Verordnung soll für mehr Transparenz hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Finanzprodukten gesorgt werden, damit Geld in wirklich nachhaltige Anlagen fließt und Greenwashing verhindert wird.

Das Prinzip der „doppelten Materialität“ steht im Zentrum der SFDR: Indem sowohl auf finanzielle als auch auf Nachhaltigkeitsaspekte eingegangen wird, können Endanleger besser nachvollziehen, inwiefern ESG- und Nachhaltigkeitsfaktoren bei ihren Anlagen berücksichtigt werden.

Dieser Rahmen für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren gilt für Anlage- und Versicherungsprodukte sowie für Dienstleistungen in diesem Bereich (nur Beratungs- und Vermögensverwaltungsverträge), die in Luxemburg bereitgestellt werden.

Ein Rahmen für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren sowie solide Prozesse sind entscheidend, wenn es darum geht, gute Anlageentscheidungen zu treffen. Unser Ziel ist eine umfassende Berücksichtigung von ESG-Aspekten bei unseren Portfoliomanagement-Dienstleistungen, wobei ein starker Integrationsprozess und die Anwendung eines Stewardship Kodex im Vordergrund stehen.

Die Formen des verantwortlichen Investierens entwickeln und verändern sich kontinuierlich. Es können neue Risiken entstehen, die öffentliche Meinung kann sich ändern und es können neue Marktstandards eingeführt werden. Unser Rahmenwerk für nachhaltiges Investieren wird dementsprechend regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst, um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen.

Nachhaltigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Anlagestrategie und -prozesse der BIL. Unsere SRI-Politik (nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren) stützt sich auf drei Säulen: Ausschlüsse, ESG-Integration und Engagement.

Bei ihren Aktivitäten als Versicherungsmakler arbeitet die BIL mit mehreren Versicherungsgesellschaften zusammen und ist daher von den Informationen ihrer externen Anbieter abhängig, wenn es darum geht, die Kunden über Nachhaltigkeitsrisiken zu informieren. Wenn ein Versicherungsprodukt Anlageprodukte und -dienstleistungen der BIL beinhaltet, profitieren die Kunden jedoch von der nachhaltigen Anlagepolitik der BIL.

Wir sind davon überzeugt, dass verantwortungsbewusstes Investieren schlicht der richtige Weg ist, um die Welt widerstandsfähiger zu machen, ohne auf finanzielle Rendite zu verzichten.

  • Fredrik Skoglund
    Chief Investment Officer

Wir bei der BIL sind der Ansicht, dass nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren keine Modeerscheinung, sondern eine Voraussetzung für unsere Zukunft ist.

  • Alessandra Simonelli
    Head of Sustainable Development

Ausschlusspolitik

Zwecks Minimierung von ESG-spezifischen Risiken, die sich aus Investitionen in bestimmte Sektoren und Wirtschaftsaktivitäten mit hohem Reputationsrisiko und nicht nachhaltigen Geschäftsmodellen ergeben, nutzen die Anlageexperten der BIL eine Ausschlussliste für einzelne Unternehmen (und deren Anleihen und Aktien) und Länder (Staatsanleihen). Ausgeschlossene Unternehmen sind per Definition die Unternehmen, die unserer Gesellschaft auf inakzeptable Weise schaden und in denen ein Engagement wenig sinnvoll (bzw. ineffektiv) ist. Die Ausschlusskriterien werden von uns regelmäßig unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Trends und Prioritäten überprüft. Um Missverständnissen vorzubeugen, sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Ausschlussliste nur für die Auswahl und Analyse von Direktanlagen in Wertpapieren gilt, die Bestandteil des ESG-Universums sind. Insbesondere die Einbeziehung von externen Dienstleistern könnte dazu führen, dass für uns nicht zulässige Tätigkeiten oder Normen in den empfohlenen Anlageinstrumenten vertreten sind oder in den Portfolioaufbau eingebunden wurden. Bei Anlagen in OGA oder deren Empfehlung werden die OGA nicht hinsichtlich der Ausschlusspolitik bzw. -liste der BIL überprüft. Solche OGA wenden unter Umständen eigene Ausschlussrichtlinien an. Ist dies der Fall, so können diese Richtlinien von den unseren abweichen.

Die Ausschlussliste der BIL basiert auf folgenden Überlegungen:

  • Kraftwerkskohle

    Kraftwerkskohle hat die höchste Kohlenstoffintensität und stellt die ineffizienteste Art der Stromerzeugung im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen dar. Darüber hinaus werden bei der Nutzung von Kraftwerkskohle auch hohe Mengen an anderen umweltschädlichen Emissionen freigesetzt. Im Zuge des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft schließen wir Unternehmen aus, die mehr als 10 % ihrer Einnahmen aus der Kohleförderung und/oder der Stromerzeugung aus Kohle erzielen.

  • Ölsand

    Ölsand ist eine nicht erneuerbare Energiequelle, die sich deutlich negativ auf die Umwelt (die Branche gehört zu den größten Emittenten von Treibhausgasemissionen), die Biodiversität und die Gesundheit auswirkt. Die Ausbeutung dieser unkonventionellen Energiequelle ist nicht vereinbar mit dem Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und dem Management von Klimarisiken. Deshalb schließen wir alle Unternehmen im Bereich der Ölsandförderung aus.

  • Umstrittenen Waffen

    Unternehmen, die an Geschäften mit umstrittenen Waffen (Entwicklung, Erprobung, Wartung und Verkauf) beteiligt sind, werden ebenfalls ausgeschlossen, da diese Waffen unterschiedslos wirken und unverhältnismäßige Schäden anrichten (Antipersonenminen, Streubomben, Waffen mit abgereichertem Uran, chemische Waffen, biologische Waffen und Waffen mit weißem Phosphor). Dieser Grundsatz gilt für jegliche Beteiligung, unabhängig von der Höhe der damit erzielten Umsätze. Eine Ausnahme stellt die 5 %-Umsatzschwelle für Waffen mit weißem Phosphor dar, mit der berücksichtigt werden soll, dass Phosphor auch zu zivilen Zwecken verwendet werden kann (Dual-Use).

  • Kontroverse Geschäftspraktiken

    Bei den direkt (ohne die Beteiligung von Dritten) durch die BIL verwalteten Dienstleistungen und Produkten werden auch Unternehmen ausgeschlossen, die gegen die Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsrechte, Umwelt und Korruptionsbekämpfung verstoßen.

  • Schwere Gewalttätigkeit

    Wir investieren nicht in Ländern, in denen die politische Stabilität stark gefährdet ist und die Governance-Strukturen als nicht nachhaltig angesehen werden. Darüber hinaus handelt die BIL im Einklang mit den geltenden Sanktionen der UN, der EU oder des Office of Foreign Assets Control (OFAC) und hält sich an alle Beschränkungen, die sich daraus ergeben.

Die Ausschlusspolitik wird auf der Grundlage der verfügbaren Informationen angewandt. Zur Erstellung der Ausschlussliste werden Informationen von externen Datenanbietern bezogen, welche regelmäßig überprüft werden. Die BIL nimmt zwar eine qualitative Prüfung vor, übernimmt jedoch keine Haftung für die Richtigkeit der Daten.

Die Anwendung der Ausschlussliste erfolgt ferner stets im Interesse der Anleger und unter Einhaltung einer Übergangsfrist nach der erstmaligen Umsetzung sowie im Anschluss an die regelmäßigen Überprüfungen der Ausschlusslisten. Sollten aufgrund der Ausschlusspolitik Desinvestitionen erforderlich sein, so sind diese von den Portfoliomanagern innerhalb der Übergangsfrist zu tätigen. Dies geschieht unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf das Portfolio basierend auf den Markt- und Liquiditätsbedingungen sowie den Beschränkungen beim Portfolioaufbau.

ESG-Integration

ESG steht für die Faktoren Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance). Bei der BIL bedeutet ESG-Integration, dass unsere Anlageexperten im Rahmen ihrer Analysen zur Identifizierung wesentlicher Risiken und Wachstumschancen systematisch nichtfinanzielle ESG-Faktoren berücksichtigen. Es gibt keine erschöpfende Liste von ESG-Faktoren. Diese Faktoren sind oft miteinander verknüpft, und es ist unter Umständen schwierig, ein ESG-Thema eindeutig einem der Bereiche Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung zuzuordnen.

ESG-Faktoren werden allgemein wie folgt unterteilt:

  • Umweltaspekte, die sich auf die Erhaltung der natürlichen Welt beziehen: CO2-Emissionen, Energieeffizienz, Abfallwirtschaft, Umweltverschmutzung, Biodiversität, Wasserknappheit usw.
  • Soziale Aspekte mit Blick auf Menschen, Beziehungen und sozialen Zusammenhalt: Arbeitsstandards, Beziehungen zur Belegschaft und zum Umfeld, Geschlechtergerechtigkeit und Diversität, Bildung, Kinderbetreuung usw.
  • Governance-Aspekte mit Blick auf Best Practices und Standards für die Unternehmensführung: Zusammensetzung und Unabhängigkeit der Führungsgremien, Management- und Aufsichtsstruktur, Vergütung, Compliance-Richtlinien bezüglich Bestechung und Korruption, Whistleblower-Regelungen, Steuerpraktiken usw.

ESG-Faktoren stellen wichtige Informationen zur Beurteilung von Anlagerisiken und -chancen dar. Die Faktoren Umwelt, Soziales und Governance haben Auswirkungen auf die finanziellen Aussichten von Unternehmen und somit auf deren Wert. Die Berücksichtigung dieser Faktoren führt zu fundierteren Anlageentscheidungen, was wiederum höhere risikobereinigte Renditen zur Folge haben kann. Die Analyse von Problematiken im Hinblick auf Umwelt, Soziales und Governance ist ein zentrales Element, das es uns ermöglicht, Prognosen über starke Kurstreiber und potenzielle Verbindlichkeiten anzupassen. Nur ESG-Faktoren, die als finanziell wesentlich erachtet werden, werden im Rahmen einer Wesentlichkeits- und Risikokalibrierung bei der ESG-Bewertung berücksichtigt.

Quelle für ESG-Daten

Im Jahr 2020 entschied sich die BIL für eine Zusammenarbeit mit Candriam, einem nachhaltigen und verantwortungsbewussten Vermögensverwalter, der Gründungsmitglied der seit 2006 bestehenden UN Principles for Responsible Investment ist. Candriam verfügt über ein spezialisiertes ESG-Research-Team, das Unternehmen im Rahmen des firmeneigenen ESG-Bewertungsprozesses auf Aspekte in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance hin überprüft, wobei die Beurteilung entweder in absoluten Zahlen oder im Vergleich zu den Wettbewerbern in jeder Branche erfolgt und der Schwerpunkt auf den wichtigsten ESG-Faktoren liegt. Das Research wird von einem Team unterstützt, das im Rahmen gemeinsamer Initiativen oder individuell in Unternehmen daran mitwirkt, die Veröffentlichung von Daten zu ESG-Themen oder die ESG-Praktiken der Unternehmen zu verbessern.

Durch die Nutzung der ESG-Datenbank von Candriam erhält die BIL Zugang zu den Ergebnissen der unternehmenseigenen Methoden von Candriam. Diese berücksichtigen die Informationen mehrerer Anbieter sowie die Einschätzungen von Experten und bieten einen Rahmen, dem ein einheitliches Ergebnis entnommen werden kann.

ESG-Faktoren und -Bewertungen

Sie werden aus der Beurteilung dessen abgeleitet, was Unternehmen produzieren, welche Dienstleistungen sie erbringen und inwiefern ihre Geschäftsaktivitäten zur Nachhaltigkeit beitragen. Des Weiteren wird berücksichtigt, wie Unternehmen gegenüber ihren Stakeholdern positioniert sind. Nur als finanziell wesentlich erachtete ESG-Faktoren fließen in die ESG-Bewertung ein.

Unternehmen sind langfristigen ESG-Entwicklungen ausgesetzt, die das Umfeld, in dem sie tätig sind, stark beeinflussen können. Dies kann sich auf ihre zukünftigen Marktherausforderungen und ihr langfristiges Wachstumspotenzial auswirken.

Die Analyse der Geschäftsaktivitäten erfolgt anhand von fünf Kernfragen in Bezug auf Nachhaltigkeitsherausforderungen und -chancen:

  • Klimawandel

    Wie wirksam sind die Maßnahmen und Pläne des Unternehmens zur Dekarbonisierung der Geschäftsaktivitäten, zum Einsatz erneuerbarer Energien und zum Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft

  • Ressourcenverknappung und Abfallwirtschaft

    Wie effektiv ist das Unternehmen beim Ausbau von Abfallverwertung und Recyclingkapazitäten zur Minderung der negativen Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf Ökosysteme bzw. inwiefern trägt es zum Schutz der Biodiversität und zum Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft bei

  • Digitalisierung und Innovation

    Wie erfolgreich ist das Unternehmen darin, durch Innovation und digitale Technologien eine höhere Leistungs- und Ressourceneffizienz zu erreichen, den Datenschutz zu verbessern und robuste, digitale Netzwerke zu unterstützen, die eine inklusive Wirtschaft fördern

  • Gesundes Leben und Wohlbefinden

    Inwieweit investiert das Unternehmen in Humankapital (Schaffung von Arbeitsplätzen, Geschlechtergleichstellung und Arbeitsbedingungen), F&E und den Zugang zur Gesundheitsversorgung

  • Demographischer Wandel

    Inwieweit ist das Unternehmen auf die Anforderungen vorbereitet, die sich aus einer alternden Bevölkerung oder dem Bevölkerungswachstum in einigen Schwellenländern ergeben (Infrastrukturinvestitionen, Lebensmittelversorgungskette usw.), um eine inklusive Wirtschaft und die Lebensqualität zu fördern

Die Unternehmen werden nach Branche oder Sektor, ihrem Standort und den Besonderheiten ihres Geschäftsmodells gruppiert. Anschließend wird das Engagement im Bereich der fünf nachhaltigkeitsbezogenen Kernfragen bewertet und eingestuft.

Stakeholder-Analyse

Bei der Stakeholder-Analyse wird untersucht, inwieweit ein Unternehmen Stakeholder-Interessen in seine langfristige Strategie einbezieht. Sie stützt sich auf sechs verschiedene Kategorien (Anleger, Humankapital, Lieferanten, Umwelt, Kunden und Gesellschaft). Die Relevanz jeder Kategorie wird auf der Grundlage von qualitativen und quantitativen Daten bestimmt, die entsprechend ihrer Relevanz nach Branchen gewichtet werden. Der Wesentlichkeitsrahmen der Stakeholder-Analyse basiert auf für die jeweiligen Branchen vordefinierten Stakeholder-Gewichtungen sowie auf ausgewählten branchenspezifischen ESG-Daten und Wirkungsanalysen.

Im Rahmen der Stakeholder-Analyse werden die vom Unternehmen umgesetzten Strategien (Relevanz der entwickelten Strategie, zugewiesene personelle und materielle Ressourcen, Proaktivität und Monitoring) sowie die Leistung des Unternehmens in jeder Kategorie im Vergleich zu seinen Wettbewerbern und den wichtigsten Trends in der Branche bewertet.

Der Zugang zu nachhaltigkeitsbezogenen Informationen ist entscheidend. Unsere Analysten und Fonds- bzw. Portfoliomanager können die ESG-Daten von Candriam einsehen und erhalten bei Bedarf ESG-Schulungen.

Die ESG-Rating-Methode basiert auf der Definition branchenspezifischer ESG-Modelle durch die ESG-Analysten von Candriam. Die damit verbundenen Beschränkungen ergeben sich im Wesentlichen aus der Art, dem Umfang und der Konsistenz der aktuell verfügbaren ESG-Daten:

  • Art

    Bestimmte ESG-Dimensionen eignen sich besser für qualitative, narrative Informationen. Diese Informationen sind interpretationsbedürftig und bringen daher eine gewisse Unsicherheit in die Modelle.

  • Umfang

    Nachdem die Analysten von Candriam die für die einzelnen Branchen aus ihrer Sicht wichtigen ESG-Dimensionen festgelegt haben, gibt es keine Garantie dafür, dass die entsprechenden Daten für alle Unternehmen in dieser Branche verfügbar sind. Soweit möglich, führt Candriam ESG-Umfragen durch, um fehlende Daten zu ergänzen.

  • Homogenität

    Die unterschiedlichen ESG-Datenanbieter wenden unterschiedliche Methoden an. Selbst innerhalb eines Anbieters können ähnliche ESG-Dimensionen je nach Industriezweig unterschiedlich behandelt werden. Dies erschwert den Vergleich der Daten verschiedener Anbieter.

Engagement

Unser wichtigstes Anliegen besteht darin, Forschung und Bildung im Bereich der nachhaltigen Finanzen zu fördern, um das Verständnis der gesamten Bandbreite der unseren Kunden zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, unsere Anlagestrategien, die Auswahl unserer Instrumente und im weiteren Sinne unsere Geschäftsmodelle in diesem Bereich kontinuierlich zu verbessern. In den vergangenen Jahren hat sich die BIL sehr für die Förderung des Bewusstseins, der Akzeptanz und der Umsetzung der ESG-Prinzipien innerhalb der Gemeinschaft von Anlageexperten eingesetzt. Zu einem späteren Zeitpunkt möchte die BIL ihre Engagement-Prioritäten und ihre Überzeugungen bezüglich Corporate Stewardship bekannt geben. Dazu gehört auch die Veröffentlichung eines Jahresberichts, der detaillierte Angaben über unsere Abstimmungsaktivitäten und unser Engagement enthält.

Was der richtige Ansatz ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist von Anleger zu Anleger unterschiedlich. Dafür gibt es kein Patentrezept. Je nach den Präferenzen, Überzeugungen und Umständen können unterschiedliche Arten von ESG-Anlagen gewählt werden. Anleger müssen bei jeder Anlageart ihre persönlichen Ziele festlegen und die potenziellen Vorteile der verschiedenen Ansätze gegen mögliche Risiken und Kosten abwägen, um die bestmöglichen Voraussetzungen zur Erzielung des gewünschten Ergebnis zu schaffen.

Um einen möglichst genauen Überblick über die wichtigsten nachhaltigkeitsbezogenen Negativ-Effekte von Unternehmen zu erhalten, in die investiert wird, integriert die BIL ESG-Bewertungen systematisch in ihre Anlageentscheidungsprozesse und -kontrollen. Die ESG-Integration ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Anlageentscheidungsprozesse und -kontrollen.

Beschreibung der Strategien zur Beurteilung der wichtigsten negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit

Das Rahmenwerk für nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Investieren der BIL basiert auf den Werten der BIL: Kreieren, Kümmern und Kollaborieren (create, care and collaborate). So möchten wir sicherstellen, dass die Anlageprodukte und -dienstleistungen, die wir unseren Kunden anbieten, keine inakzeptablen negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben, und es unseren Kunden gleichzeitig ermöglichen, die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Verhaltens zu verstehen und zu steuern.

Die Übereinstimmung unserer Vergütungscharta mit der Integration von Nachhaltigkeitsrisiken wurde kürzlich verstärkt, um sicherzustellen, dass unsere Mitarbeiter sensibilisiert und ermutigt werden, die Nachhaltigkeitsinitiativen der BIL aufrechtzuerhalten, insbesondere indem der Vergütungsrahmen der relevanten Mitarbeiter mit geeigneten ESG-Kriterien und -Metriken verknüpft wird

Unsere Teams in den Bereichen Anlageberatung und uneingeschränkte Vermögensverwaltung führen auf ökologischen und sozialen Faktoren beruhende Due-Diligence-Prüfungen als Teil der bestehenden Due-Diligence-Prozesse durch. Der Due-Diligence-Prozess ist ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsrisikoprüfung. Er ermöglicht es uns, unsere Grundsätze umzusetzen, indem wir ESG-Aspekte konsequent in die Risiko-/Ertragsanalyse jeder Anlagegelegenheit einbeziehen. Dies bedeutet, dass eine Anlage mit einem höheren Nachhaltigkeitsrisiko potenziell auch eine höhere Performance bietet.

Jeder unserer Portfoliomanager und Anlageberater erhält Zugang zu einer ESG-Datenbank, um Anlagegelegenheiten auf ihre möglichen Auswirkungen auf die Umwelt, auf Stärken und Schwächen im sozialen Bereich sowie auf Unternehmensführungsstandards zu prüfen. Im Gegenzug ist jeder Einzelne dafür verantwortlich, die Einhaltung der wichtigsten ESG-Parameter sicherzustellen und wichtige ESG-Erwägungen effektiv einzubinden. Als zusätzliche Ergänzung zur bestehenden Ausschlussliste der BIL hilft die Datenbank ferner beim Durchleuchten des Anlageuniversums, wodurch Anlagen vermieden werden sollen, bei denen Abhilfe, Wiedergutmachung oder Verbesserung im Hinblick auf umfassendere und vielfältige Aktivitäten und Normen kaum möglich sind.

Die Identifizierung der wichtigsten negativen Auswirkungen im Bereich Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element der ESG-Bewertungsmethode.

Für alle Fonds und Mandate mit ESG-Ansatz (Artikel 9 oder Artikel 8 der SFDR) definiert die BIL ESG-Merkmale, die beachtet werden müssen.

Beschreibung der im Zusammenhang mit den wichtigsten negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit ergriffenen Maßnahmen

Nachhaltigkeitsrisiken sollten nicht isoliert von anderen Risiken betrachtet werden, da sie finanzielle Auswirkungen haben können. Die Berücksichtigung von ESG-Risiken bei unseren Anlageprodukten und -dienstleistungen sowie die Maßnahmen zur Risikominderung erfolgen durch Integration unserer nachhaltigen Anlagepolitik in unsere Richtlinien und Prozesse.

Die Priorisierung der Indikatoren für die wichtigsten negativen Auswirkungen in Bezug auf Nachhaltigkeit steht im Zentrum des in die ESG-Bewertungsmethode eingebetteten Wesentlichkeitsrahmens.

Die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit den wichtigsten negativen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeit ergriffen werden, sind für jedes Anlageprodukt und jede Dienstleistung unterschiedlich, das bzw. die die BIL ihren Kunden bereitstellt.

Zwar bitten wir auch häufig ESG-Experten zu speziellen Themen um Rat, generell stellen wir jedoch sicher, dass unsere Kundenbetreuer und Anlageexperten in Bezug auf unseren Rahmen für nachhaltiges Investieren und ihre eigenen Verantwortungen geschult sind, um eine angemessene Umsetzung von Richtlinien, Verfahren und Standards zu gewährleisten.

Zusätzlich haben wir zur Stärkung unseres Ansatzes ein Netzwerk von Nachhaltigkeitsexperten aufgebaut, die permanent als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Zu ihren Aufgaben gehören die Bewusstseinsbildung, die Organisation von Schulungen, die Durchführung von Nachhaltigkeitsbewertungen und die Kontaktpflege mit allen betroffenen Stakeholdern.

Engagement-Politik

Einige der Ziele, die wir uns gesetzt haben, sind notgedrungen sehr ehrgeizig.

Bei den Unternehmen, in denen sie investiert, engagiert sich die BIL bisher nicht direkt zu nachhaltigkeitsbezogenen Themen.

Einhaltung von internationalen Standards

Unternehmerische Sozialverantwortung bildet den Kern der Identität der BIL. Die BIL befolgt eine Reihe von Kodizes und Standards für verantwortungsvolle Geschäftspraktiken, beispielsweise die Charta der International Capital Market Association, die Charta gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und die Charta der Vielfalt der Vereinigung Inspiring More Sustainability Luxembourg. Zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie gehört das Ziel, eine Reihe von ausgewählten internationalen Erklärungen, Initiativen und Netzwerken, die sich darauf konzentrieren, verantwortungsbewusstes Investieren und nachhaltige Entwicklung voranzutreiben, zu analysieren und ihnen beizutreten.

Ältere Versionen

Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) ältere Versionen